war um 1600 im Auftrag eines poln. Großgrundbesitzers von Juden gegründet worden. Gegen Ende des 19 Jh. waren sehr viele jüd. Einwohner in Scharen nach USA ausgewandert. In New-York gab es sogar einen Bolechow-Club.Das Städtchen liegt an den Ausläufern der Beskiden, die wiederum Teil der Karpaten sind, etwa 100 km südlich der Hauptstadt Lemberg und etwa 25 km südöstlich der Kreisstadt Stryj. Bolechow 359 m über den Meeresspiegel gelegen, gehörte selbst zum Kreis Dolina. Das stattlichste Gebäude war die ukrainische Kirche. Direkt gegenüber stand die große Synagoge und etwa 10 weitere jüdische Gebetshäuser befanden sich in unmittelbarer Nähe. Um 1900 hatte Bolechow etwa 4000 1925 etwa 8000 Einwohner. 1930 waren es bereits etwa 12 Tausend, wovon die Hälfte etwa jüdische Einwohner waren, von diesen etwa 6 Tausend lebten 1945 nur noch knapp 50! Wie Dolina, so war auch die zweite größere Stadt des Bezirkes, Bolechow der Mittelpunkt eines Kranzes deutscher Ortschaften. Die Zahl der Deutschen (1910) in der Stadt selbst, welche aus den früher selbständigen Teilen: Bolechow (5 Familien) - Neu-Babylon (13) - Woloska-Wies (7) und Bolechow-Ruski (52) besteht, betrug 500. In Neu Babylon (eine 1767 verlassene Juden Siedlung) wurde bereits 1827 ein Schulhaus errichtet und 1881 erneuert. Auch eine schöne ev. Kirche besitzt Neu-Babylon seit 1870. Diese schloss sich mit Gelsendorf zu einer Pfarre zusammen. Neben der griechisch-kath. Kirche gab es auch eine kleine römisch-katholische Gemeinde. von Bolechow aus erfolgte in den Jahren 1833-1835 die Ansiedlung einiger dt. Familien auf dem Boden östlich der Stadt gelegenen Ortschaft Huzejow. So gab es eine Zeit wo in Alt-Huzejow 20 Familien und in Neu-Huzejow 14 Familien lebten. Ihre Ursprünge hier hat die Familie Schweigel, deren Töchter auch nach Königsau oder Machliniec heirateten.
Aus dem katholischen Königsau siedelten in und um Bolechow die Familien:
Dekinder Geib Hames Hanusz Holzhauser Legrand Limberger Obersheimer Schneider Schuster Trunkwalter Zintel
Weiter zu diesen Kranz um Bolechow gehörten das bereits erwähnte Pöchersdorf mit seinem Absenker Niniow. Ebenfalls Jammersthal dürfen wir zu diesem Kranz rechnen und das jüngste Dörflein Diamantheim erst 1901 gegründet etwa 20 km von B. entfernt. Durch den neuen Lehrer 1923 in Bolechow, wurde das Laienspiel rege auf eine neue Ebene gestellt. In diese Zeit fiel auch der Bau des Deutschen Hauses. Auch eine staatliche Forstschule gab es in Bolechow, ein imposanter Bau. Es war wohl die einzige Forstschule für den mittleren und höheren Forstdienst in Galizien. So dürfte auch ein Königsauer (aus Familie Schneider) hier seinen Forst-Ingenieur. gemacht haben. aus: Deutsches Volksblatt für Galizien 8.5.1908;  Illustrierter Führer durch Galizien; Orlowicz und Kordys; 1914;  Zeitweiser 1977 F. Fuhr; Jacob Enders Heimatbuch III Galizien im Bild; S. 249 Damals in Bolechow, Eine jüdische Odyssee, Buch von Anatol Regnier; ISBN 3-442-72168-7
Erst Kommunion in Bolechow wohl 1925
NACHBARORTE BOLECHOW