REZEPTE
REZEPTE
“PIROGGY” oder einfach “PERHEE” 
Nur die Selbstgemachten sind die Besten!
“HOLOBTSCHE” im Volksmund “KRAUTWICKEL”
gilt genauso wie bei den PERHEE’s
Nur die Selbstgemachten sind die Besten!
Abweichungen möglich!
REZEPT    1 Krautwickel – Holobtsche  (polnische Art)   aus Königsau - Galizien Zutaten ausreichend für 4-6 Personen als Hauptessen oder Beilage zu Fleisch 1 großes Weißkraut 300 g Reis Rundkorn 300 g Graupen 300 g roher Schinken (Schinkenspeck) 300 g Gewiegtes Halb und Halb 2-3 Knacker geräuchert oder 2-3 Rippchen geräuchert 2-3 große Zwiebeln 2-3 große Kartoffeln Salz und Pfeffer                     
Piroggen ukr. Gericht   März 2001 von Wanda Zänker geb. Zintel Meinen Kindern will der Atem stocken, gibt es bei uns einmal Piroggen. Sie sehen aus wie nackte Mäuse, doch füllen sie sich schnell die Bäuche. Gut schmecken sie, gar keine Frage, doch für die Hausfrau ist`s ne Plage. Das viele Kneten macht schon heiß, doch erst das Kleben bringt den Schweiß. Kartoffeln kocht man groß und klein, gut trocken muß der Quark stets sein. Mit Salz und Pfeffer wird gewürzt, auf schwäbisch Filsel, stark gekürzt. Der Mantel wird mit Teig gemacht und warmen Wasser, wohlbedacht! Geknetet wird er und geformt, eine lange Rolle ungenormt. Man schneidet Stück für Stückchen ab, das Nudelholz rollt sie dann platt. Nimmt dann die Taler in die Hand und füllt sie knapp bis hin zum Rand, mit Daumen und dem Zeigefinger wird eine Tasche aus den Dingern. Nun klebt man mit der rechten Hand einen schönen, festen, schmalen Rand. Da darf gar keine Lücke bleiben, das Wasser würde sie zertreiben. Gegart werden sie zwanzig Minuten am Ende muß man sich noch sputen. Heißer Speck gut ausgelassen, wer auf Diät steht, wird erblassen. Darüber kommt noch saure Sahne, ein toller Dressing wie ich ahne! Doch Kinder, Enkel nah und fern, sie essen die Piroggen gern. Sie meinen: „Dies sei ein Gedicht!“ Ist es auch ein ukrainisches Gericht. Doch schwäbisch, auf das ich noch steh, sagen wir immer nur „Perhe`“ Als Kind ließ mir das keine Ruh: „Wie halten diese Dinger zu, warum kleben sie bei Dir im Nu, Mutter nimmst Du Spauz dazu?“
Zubereitung (am besten am Vorabend): Weißkraut in Salz und Essigwasser garen, Strunk vorher entfernen, nach Garen Blätterverdickungen vorsichtig verdünnen, damit sie beim Wickeln nicht brechen. Reis und Graupen in kalten Wasser anquellen, Schinken in kleinen Würfeln untermischen, ebenso wie Gewiegtes und kleingewürfelte Zwiebel, alles gut mit Salz und Pfeffer würzen und gut durchmischen. Teig löffelweise in die Blätter vorsichtig einwickeln, nicht zuviel (Quellung beachten) und mit Öffnung immer nach unten in großen Topf (5-8 l) einschichten. Knacker oder Rippchen dazwischen  legen. Topf vorher mit Kartoffelscheiben (ca. 1 cm dick) auslegen. Mit etwa ein Drittel Wasser im Topf kurz aufkochen lassen und dann etwa 2 Stunden garen lassen Deckel geschlossen halten (starke Geruchsbelästigung). Am 2.oder 3.Tag schmecken Krautwickel aufgewärmt am besten oder abends gebraten. Sie können auch einige Monate eingefrostet werden.
Gutes Gelingen und Guten Appetit !